Startseite zum Kontaktformular Telefon zum Menü
Logo der Gemeinde Kirchzarten

Pressemitteilung zur Wasserversorgung

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG
Gemeinden Kirchzarten und Buchenbach: Gemeinsam für den Wasserschutz – Bürgerbewusstsein stabilisiert Wasserreserven

Kirchzarten / Buchenbach, 01. September 2026 – Seit Mitte August gelten in den Gemeinden Kirchzarten und Buchenbach Maßnahmen zur Einschränkung der Trinkwassernutzung, um die Versorgung angesichts der anhaltenden Trockenheit zu sichern. Heute ziehen die Bürgermeister beider Gemeinden eine erste Zwischenbilanz: Die Maßnahmen greifen, und die positive Entwicklung ist vor allem auf die außerordentliche Unterstützung der Bevölkerung zurückzuführen.

Ein gemeinsames System, eine gemeinsame Verantwortung Die Wasserversorgung von Kirchzarten und Buchenbach ist eng miteinander verbunden. „Es ergibt absolut Sinn, dass wir hier an einem Strang ziehen“, betont Bürgermeister Ralf Kaiser aus Buchenbach. „Da unsere Systeme vernetzt sind, wirkt sich jeder gesparte Liter in Buchenbach positiv auf die Gesamtsituation aus – und umgekehrt. Nur durch ein abgestimmtes, gemeinsames Vorgehen können wir die Versorgungssicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger beider Gemeinden gewährleisten.“ Diese Versorgungssicherheit erfasst neben der Versorgung mit Trinkwasser auch einen ausreichenden Vorrat an Löschwasser. Gerade in dieser Trockenzeit besteht ein erhebliches Risiko von Vegetationsbränden, für die es einen ausreichenden Vorrat an Löschwasser braucht.

Ein starkes Zeichen für die Gemeinschaft Beide Bürgermeister zeigen sich beeindruckt von der Reaktion der Bevölkerung. „Ich bin tief beeindruckt von dem hohen Verantwortungsbewusstsein unserer Bürgerinnen und Bürger“, erklärt der Bürgermeister von Kirchzarten. „Es freut mich außerordentlich, dass die Allgemeinverfügungen ohne den Einsatz von Sanktionen, allein durch die Einsicht und Solidarität der Menschen, so erfolgreich sind. Dass wirklich alle mithelfen, ist ein tolles Signal für das Dreisamtal.“

Positive Effekte für die Tiefbrunnen Die Wirkung des reduzierten Verbrauchs ist bereits messbar. Durch die geringere Entnahme konnte der Druck auf die Tiefbrunnen spürbar gesenkt werden. Dies ermöglicht es den Brunnen, längere Erholungsphasen zu haben. In der Folge konnte der sogenannte „Absenktrichter“ (die lokale Absenkung des Grundwasserspiegels im Bereich des Brunnens) zurückgehen.

Besonders hervorzuheben ist hierbei: Diese Erholung ist direkt auf den zurückgegangenen Verbrauch zurückzuführen und nicht auf die letzten Niederschläge.
Keine Entspannung bei den Quellen Trotz dieser positiven Entwicklung bei den Tiefbrunnen bleibt die Situation bei den Wasserquellen kritisch. Hier ist leider noch keine wirkliche Entspannung in Sicht. Für eine spürbare Erhöhung der Schüttmengen aus den Quellen sind langanhaltende Niederschläge über mehrere Tage hinweg erforderlich, die tief in den Boden einsickern können. Solche ergiebigen Regenfälle sind bislang ausgeblieben.

Weiterhin Vorsicht geboten Aufgrund der aktuellen Prognosen und der Lage bei den Quellen rechtfertigt die Situation derzeit keine vorzeitige Aufhebung der Allgemeinverfügungen. Die Gemeinden und die zuständigen Wasserversorger prüfen die Erforderlichkeit der Einschränkungen jedoch laufend.

„Wir merken deutlich, dass unser gemeinsames Handeln wirkt“, so die Bürgermeister abschließend. „Wir bitten Sie daher, diesen Weg noch ein wenig mit uns gemeinsam zu gehen, damit wir die Trinkwasser- und Löschwasserversorgung auch in den kommenden Wochen sicherstellen können.“

Über das weitere Vorgehen nach dem 13. September 2026 werden die Gemeinden zeitnah informieren.