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Kirchzarten in Vergangenheit und Gegenwart

Im Osten Kirchzartens innerhalb der Gemarkung Burg lag auf einer Terrasse zwischen dem Rotbach und dem Wagensteigbach ein keltisches Oppidum, dessen Befestigungsanlagen heute teils noch sichtbar, teils archäologisch nachgewiesen sind. Allerdings liegt bis zum heutigen Tage der Zweck dieser Anlage im Dunkeln.
Der bereits bei dem antiken Geographen Ptolemäus (um 150 n. Chr.) erwähnte Name dieser Siedlung Taródunum lebt in den Ortsnamen Zarten und Kirchzarten fort. Dahingegen weist der Ortsname Burg auf die Befestigungsanlage als solche selbst hin. Auch aus der römischen Epoche weist das Zartener Becken mit den Resten eines Gutshofs Besiedlungsspuren auf.

In Schenkungsurkunden für das Kloster Sankt Gallen aus dem Jahre 765 werden die villa Zarduna und die marcha Zardunensis erstmals wieder erwähnt, ohne daß man entscheiden kann, ob damit und ebenso in den weiteren Urkunden des 8. und beginnenden 9. nachchristlichen Jahrhunderts Zarten oder Kirchzarten gemeint ist.
Erst die Nennung einer Kirche in Zartunu im Jahre 816 ist sicher auf Kirchzarten zu beziehen: die dortige Galluskirche kann als der geistliche Mittelpunkt und die älteste Pfarrei der gesamten Zartener Mark angesehen werden.

Im Jahre 1125 taucht dann erstmals der Namen Kilizartun auf. Die Vogteirechte über die 1297 an das Johanniterhaus Freiburg verkauften Besitzungen des Klosters St. Gallen im Zartener Becken wurden im Hochmittelalter von den Herren zu Falkenstein ausgeübt. Im 14. Jahrhundert konnten sie die Herrschaftrechte ganz an sich bringen. Als die Stadt Freiburg um 1500 die Herrschaft Kirchzarten erwerben konnte, wurde der Ort nach und nach zum Verwaltungssitz des im Wasserschloß residierenden freiburgischen Vogts sowie zum Hauptort der Freiburger Talvogtei. Zu deren Verwaltungsbereich gehörten außer Kirchzarten noch Zarten, Wagensteig und St. Märgen als Niedergerichtsbezirke.

1805, mit dem Ende der österreichischen Herrschaft im Breisgau, wurde auch das Territorium der Stadt Freiburg aufgehoben, Kirchzarten wurde dem badischen Landamt Freiburg II zugeteilt. 1829 wurde die Gemeinde um die zur neugebildeten Gemeinde Burg zugeteilten Ortsteile verkleinert. Hingegen vereinigte man im Jahre 1924 die Gemarkung des Hofs Birkenreute (Bickenreute) mit Kirchzarten.
Oberer und unterer Hof und Schloß Bickenreute waren im Laufe des 15. und 16 Jahrhunderts in das Eigentum der Stadt Freiburg gelangt und auch in badischer Zeit dabei geblieben.

Am 1. April 1936 erfolgte die Eingliederung von Dietenbach und Neuhäuser (mit Fischbach). Letztendlich erfuhr die Gemeinde noch eine weitere Vergrößerung durch die Eingemeindung von Zarten zum 1. April 1974 und Burg zum 1. Juli 1974.