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Pressemitteilung

Am 18.2.2021 fand ein gemeinsamer Austausch zum Thema „Kinderbetreuung in Kirchzarten“ statt - aufgrund der andauernden Corona-Pandemie online als Videokonferenz.

Elternvertreter, Gemeinderäte, Bürgermeister, die Leitungen der beiden Gemeindekindergärten und die Gemeindeverwaltung diskutierten über das Thema Kinderbetreuung in Kirchzarten.

Hintergrund dieses Austauschs ist der Vorschlag der Verwaltung an den Gemeinderat, die Gebührenstruktur für die Betreuungsleistungen der Gemeinde in den Kindergärten sowie der Kernzeit- und Hortbetreuung neu aufzustellen.

Um eine umfassende Sicht der Elternschaft zur derzeitigen Betreuungssituation in Kirchzarten zu erhalten, erstellten Sarah Geiseler und Kathrin Grüninger im vergangenen Herbst eine fundierte und detailreiche Elternumfrage, die auf großes Interesse stieß. 147 Eltern beteiligten sich an der Umfrage.

Den dadurch entstandenen aufschlussreichen Blick auf die Sicht der Eltern zur derzeitigen Betreuungssituation in Kirchzarten und zum konkreten Bedarf stellten Frau Geiseler und Frau Grüninger der Runde vor. Im Anschluss gab Hauptamtsleiter Oliver Trenkle einen Überblick über die Ist-Situation in der Gemeinde Kirchzarten und ging auf die gesetzlichen Vorgaben und Rahmenbedingungen ein.

Kämmerer Dorian Vedder legte ergänzend die wirtschaftliche Situation der Gemeinde im Allgemeinen und speziell auch für die Kindergarten- und Schulkindbetreuung dar. So decken die Betreuungsgebühren, die die Eltern entrichten, nur ca. 11% der tatsächlichen Kosten der gemeindeeigenen Betreuungseinrichtungen. Hinzu kommen Landeszuschüsse; dennoch verbleiben zwischen 55% und 60% der Kosten bei der Gemeinde, die sich auf ein Gesamtdefizit von 3,5 Mio Euro, bezogen auf alle Betreuungseinrichtungen in Kirchzarten, summieren.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die Kinderbetreuung die Gemeinde Kirchzarten für die kommenden Jahre vor große Herausforderungen stellen wird. Der Betreuungsbedarf ändert sich stetig, so dass sich die Angebote schnell auf die Situation der Eltern und Familien anpassen müssen. Dies betrifft besonders die Öffnungszeiten und die verschiedenen Betreuungsmodelle.

Ein großes Thema der Runde war auch die künftige Gestaltung der Betreuungsgebühren. Die Elternvertreter betonten den Bedarf und den hohen Stellenwert von Flexibilität zu den Betreuungsmodellen, zur Abbestellung von Mittagessen oder zu den Gebühren.

Zur Vorbereitung der weiteren Diskussion und Beschlussfassung im Gemeinderat wird die Verwaltung die Ergebnisse der Elternumfrage aufbereiten und eine Matrix für den Gemeinderat erstellen. Darin werden zu den einzelnen Punkten die Sicht der Eltern, die pädagogische Sicht der Erzieher und die finanziellen Auswirkungen gegenüber gestellt.

Die Teilnehmer waren sich abschließend einig, dass dieser Austausch wichtig und geeignet war, um das Thema der Kinderbetreuung in allen Facetten und Sichtweisen wahrzunehmen und zu diskutieren und gerne weitergeführt werden könne.